Vielfach wird bei Kundgebungen und Demonstrationen die Frage gestellt, was kann ich denn gegen das Töten und die Zerstörungen tun? Eine sehr gute Möglichkeit ist, die jungen Menschen in ihrer Entscheidung zu bestärken, den Militärdienst zu verweigern. Auch beim israelischen Militär gibt es Verweigerer. Das ist deutlich anders als in Deutschland ein ausgesprochen mutiger Schritt. Diese jungen Menschen gehen für ihre Überzeugungen ins Gefängnis. In dieser Situation ist es sehr wertvoll, Zuspruch zu bekommen. Seit dem 18. Dezember gibt es eine weltweite Kampagne, die sich für die Freilassung dieser jungen Menschen einsetzt. Beteiligen Sie sich an der Kampagne!
Die Friedensversammlung Rhein Ruhr verabschiedete auf ihrem Treffen in Bochum-Langendreer am 17.1.2009 die Erklärung "Schluss mit dem Krieg - Frieden für Palästinenser und Israelis". Dieser Aufuf ist hier als RTF-Datei und als PDF-Datei einzusehen. Ausserdem ist der Wortlaut auf den folgenden Zeilen vor dem Wortlaut der UNO-Dokumentation und den Hinweisen auf die Erklärungen der Kooperation für den Frieden und der VVN-BdA dokumentiert:
Der seit Jahrzehnten schwelende Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern ist zum Jahreswechsel erneut eskaliert. Wir sind betroffen und empört, dass die israelische Regierung mit ihrer hochgerüsteten Armee den Gaza-Streifen angegriffen hat. Ebenso verurteilen wir den fortgesetzten Beschuss israelischen Gebietes durch die palästinensische Hamas. Erneut ist es die Zivilbevölkerung vor allem im Gaza-Streifen, aber auch in Israel, die hauptsächlich unter der Gewalt leidet. Wir fordern den sofortigen Stopp aller militärischen Handlungen.
Für uns steht das Existenzrecht des Staates Israel außer Frage. Gleichzeitig stehen wir - gemäß den UNO-Resolutionen - zum Recht des palästinensischen Volkes auf einen eigenen Staat. Beides setzt aber Verhandlungen und Friedenswillen voraus, nicht Krieg. Beide Seiten müssen sich aufeinander zu bewegen.
Wir kritisieren die Bundesregierung, die faktisch das militärische Vorgehen der israelischen Armee sanktioniert, indem die Bundeskanzlerin - anstatt mäßigend auf die israelische Regierung einzuwirken - der Hamas völlig undifferenziert die "alleinige und ausschließliche" (Tagesschau 29.12.08) Schuld an den Bombardements der israelischen Luftwaffe gibt.
Die DFG-VK Nordrhein-Westfalen und das Ostermarsch Komitee unterstützen demgegenüber die palästinensischen und israelischen Friedenskräfte in der Region, wie z.B. Gush Shalom, die sich seit den ersten Januar-Tagen eindrucksvoll in Israel selbst mit Demonstrationen gegen den Krieg zu Wort gemeldet haben. Unsere Solidarität gilt auch den Kriegsdienstverweigerern in Israel, die trotz staatlicher Repressionen ihre Beteiligung an dem Krieg und am Militärdienst allgemein ablehnen. Mit all diesen Kräften gemeinsam fordern wir einen sofortigen Stopp aller militärischen Aktivitäten. Dies betrifft das Bombardement und die Bodenangriffe der israelischen Truppen in Gaza, es betrifft gleichermaßen die Raketenangriffe der Hamas auf israelische Siedlungen.
Wir trauern um die Opfer dieses Krieges. Wir erwarten, dass die Bundesregierung und die internationale Staatengemeinschaft sich endlich energisch dafür einsetzen, dass Verhandlungen über einen Friedensprozess in Gang kommen, wie sie von arabischen Staaten mehrfach versucht wurden - und zwar unter Einschluss der Hamas. Ergebnis eines solchen Friedensprozesses muss die Ermöglichung und Anerkennung eines eigenen palästinensischen Staates durch Israel und die uneingeschränkte Anerkennung des Existenzrechts des Staates Israel durch die Palästinenser sein.
In diesem Sinne unterstützen wir Protestaktionen örtlicher Friedensgruppen in NRW und rufen zur Teilnahme daran auf.
Bereits im letzten Jahr erschien ein höchst informatives Dossier zum Israel-Palästina-Konflikt. Autoren sind Andreas Buro und Clemens Ronnefeldt. Das Dossier ist in gedrucker Fassung für 1,20 zu bestellen bei der Kooperation für den Frieden oder hier als PDF-Dokument zum Herunterladen
Erklärung der Kooperation für den Frieden zum Krieg im Gazastreifen
Die Kooperation für den Frieden nimmt Stellung zur Eskalation im Gazastreifen. Der Wortlaut der Erklärung der Koop Frieden, der zahlreiche Organisationen angehören, vom Aachener Friedenspreis über die Evangelische Arbeitsgemeinschaft zur Betreuung von Kriegsdienstverweigerern bis zur Werkstatt für Gewaltfreie Aktion angehören veröffentlichte hier ihre Stellungnahme.
Am 8. Januar gab es eine Erklärung des Bundessprecherkreises der VVN-BdA zum Krieg der israelischen Armee gegen die Palästinenser des Gazastreifens. Diese ist hier zu lesen.